15.01.2013

Die "Kuh vom Land" nimmt alles aufs Korn


Mit kirchlichem Segen beim gemeinsamen Gottesdienst und einem opulenten Frühstück begannen die Achdorfer Landfrauen das neue Jahr einmal etwas anders, denn als Vortragsgast hatten sie die "Kuh vom Land" gebeten und Sigrun Mattes zog alle Register ihres Könnens.

Sie hat schon "Eine Gosch wie a Schwert", diese Meisterin des Dialekts, die dem Volk aufs Maul schaut und mit Drehorgelklängen ihre frechen und aufmüpfigen Texte untermalt. Selber nicht mehr jung, nimmt sie die Alterszipperlein nicht ganz so schwer und macht sich beim Hirnjogging über unendlich zusammengestellte Wörter lustig, die, wenn auch trainiert letztendlich doch zu nichts nutze sind.

Hochkarätig für alle Freunde der Mundart waren ihre blitzgescheiten und rasant formulierten Auslassungen über das so kleine Wort "eppis" mit dem die unterschiedlichsten Dinge völlig diffizil ausgedrückt werden können. Heiratet einer, dann nimmt er eine, die "eppis" hat, dann ist nach geraumer Zeit "eppis" unterwegs und wenn der Windelzwerg dann schreit, dann hat er eben "eppis" und wenn es nur Hunger ist.

"Natürlich war einmal im Mai alles doch noch besser, so richtig Tip-Top und jetzt ist es leider nur noch ein Flop". Sigrun Mattes macht sich nicht viel aus dem Lauf der Dinge, der nicht zu ändern ist, aber sie bringt mit feinfühligem Humor und durchaus auch mit deftigen Späßen die Sache auf den Punkt.

Für eigentlich jede Situation, sei es banal, traurig oder komisch hat sie eine überaus "hilfreiche" Bauernregel parat. "Absolut nicht von mir, "wie sie treuherzig bekräftigte. Natürlich war "Mann" ein gewichtiges Thema bei dieser Veranstaltung für ausschließlich Damen. Sigrun Mattes spöttelte, karikierte, witzelte und zog gemächlich über diese Spezies her "aber wir lieben sie alle". Das galt auch für den Fotografen, der als einziger Mann bei dieser lustig ,lästerlichen Stunde sein Fett weg bekam und schlussendlich alle Lacher auf seiner Seite hatte.